Parodontologie ist in unserer Zahnarztpraxis in Winterthur ein wichtiges Thema

Die Parodontologie befasst sich mit dem Zahnhalteapparat. Dazu gehört das Zahnfleisch, der Kieferknochen und spezielle Fasern die den Zahn im Knochen verankern. Um die genannten Strukturen gesund zu erhalten, sind eine gute Mundhygiene und regelmäßige Besuche bei der Dentalhygiene wichtig.
Bestimmte Bakterien können einen starken Knochenabbau und Entzündungen des Zahnfleischs hervorrufen. Auch junge Leute können davon betroffen sein.
Bei stark fortgeschrittenen Erkrankungen ist ein Eingreifen des Zahnarztes nötig: Sehr stark gelockerte Zähne müssen manchmal entfernt werden, andere können durch eine spezielle Behandlung noch länger im Mund erhalten bleiben. Frau med. dent. Alba Medrano hat viel Erfahrung in diesem Bereich und kümmert sich um Sie und Ihre Zähne.


Die Parodontitis ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Gewebe, welche den Zahn im Kiefer halten. Unterschiedliche Faktoren haben bei der Entstehung einen Einfluss.

  1. Das Vorhandensein bestimmter Bakteriensorten in der Mundhöhle. Es gibt circa 10 verschiedene Bakterienarten, die in der Lage sind, Parodontitis auszulösen. Es soll beachten werden, dass die Bakterien häufig in der Familie übertragen werden, deshalb ist bei gesicherte Diagnose eine Partneruntersuchung und ggf. eine Behandlung anzustreben, um einen Ping-Pong-Effekt (Austausch der Bakterien zwischen den Partnern) zu vermeiden.
  2. Eine genetische Veranlagung bestimmt, wie stark das Immunsystem auf die schädlichen Bakterien reagiert. Das Ausmaß der Zerstörung des Kieferknochens und der Haltefasern des Zahnes wird durch diese Reaktion des Körper bestimmt. Bei fortgeschrittener Erkrankung wird der Zahn locker und es kann zum Zahnverlust kommen. Parodontitis ist die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Parodontitis tritt familiär gehäuft auf. Wenn Eltern an einer Parodontitis erkrankt sind, sollten ihre Kinder (ab der Pubertät) regelmäßig kontrolliert werden, um Entzündungszeichen am Zahnhalteapparat frühzeitig zu diagnostizieren.
  3. "Verhaltensfaktoren" und / oder Allgemeinerkrankungen die Einfluss auf das Erkrankungsrisiko nehmen. Hierzu zählen zum Beispiel:
• Rauchen
• Stress
• Schlechte Mundhygiene/ Ernährung
• die Angewohnheit mit den Zähnen zu knirschen
• eine reduzierte Knochendichte (z.B. bei Osteoporose)
• Diabetes oder andere Grunderkrankungen

Je früher die Erkrankung erkannt wird und eine Behandlung eingeleitet wird, desto höher sind die Chancen das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen.

Anzeichen einer möglichen Parodontitis:

• Häufiges Zahnfleischbluten (beim Zähneputzen oder beim Kauen)
• Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
• Dauerhafter Mundgeruch und/oder unangenehmer Geschmack im Mund
• Das Zahnfleisch zieht sich zurück
• Empfindliche Zähne (Zahnhälse)
• Eiteraustritt aus den Zahnfleischtaschen
• Zähne werden locker und können wandern

Parodontitis ist nicht nur für das Zahnhalteapparat gefährlich, sondern auch für die allgemeine Gesundheit. Die Bakterien können aus den entzündeten Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien stellten bei Patienten mit Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose, Gelenkerkrankungen, erhöhten Blutdruck und Frühgeburten fest.

Ablauf einer Parodontalbehandlung bei uns in der Praxis:

1. parodontale Erstuntersuchung
2. parodontale Vorbehandlung
3. Full Mouth Desinfection
4. Reevaluation
5. parodontal-chirurgische Massnahmen (sofern erforderlich)
6. regelmässige engmaschige UPT (Unterstützende parodontale Therapie)

1. Parodontale Erstuntersuchung
Es wird eine umfassende Untersuchung der Mundschleimhaut, des Zahnhalteapparates und des Kauapparates vorgenommen, um alle Faktoren die für die Therapie relevant sind identifizieren zu können.
Über die Befunde werden wir Sie ausführlich aufklären und ein individueller Therapieplan wird erstellt.

2. Parodontale Vorbehandlung
Nach Bedarf entnehmen wir mikrobiologische Proben zur Bestimmung der vorhandenen Bakterienarten. Es gibt circa 10 verschiedene Bakterienarten in der Mundhöhle, die als Verursacher von Parodontitis gelten. Die Ergebnisse dienen zur Auswahl einer auf die vorliegende Bakterien ausgerichteten Antibiotikatherapie (falls nötig).
Mittels eines Plaque-Index wird die Dichte der bakteriellen Besiedlung bestimmt.
Wir besprechen ihre aktuelle Mundhygiene und optimieren diese falls nötig (Das Ziel ist dauerhaft einen Plaque Index von unter 10% zu erreichen).
Bei parodontalen Erkrankungen ist es sinnvoll einzelne Röntgenbilder der Zähne anzufertigen, um die Prognose jedes Zahnes einschätzen zu können. Dies ist wichtig für die Therapieplanung.
Wenn erforderlich werden die Ablagerungen am Zahnfleischrand durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt.

3. Full Mouth Desinfection (1-2 Termine)
Instrumentierung unter lokaler Anästhesie der erkrankten Parodontien mit grazilen Handinstrumente und Ultraschallansätze, um den Biofilm (angeheftete Bakterien) auf den Zahnwurzeloberflächen zu zerstören. Die Schleimhäute der Mundhöhle und die Zunge werden desinfiziert. Je nach Ergebniss der mikrobiologischen Untersuchung werden parallel zur Behandlung Antibiotika verschrieben.

4. Reevalaution
Einige Wochen nach der Full Mouth Desinfection werden erneut die Zahnfleischtaschen kontrolliert, um die Therapieergebnisse zu beurteilen. Es wird entschieden, ob mittels regelmäßigen parodontal-therapeutischen Terminen (UPT) das Behandlungsergebnis stabil gehalten werden kann, oder ob es zusätzlich sinnvoll ist parodontal-chirurgische Massnahmen durchzuführen.

5. UPT
Die Unterstützende Parodontal Therapie ist ein individualisiertes Maintenance Programm, um Ihr Zahnfleisch gesund zu erhalten. Die optimalen Zeitintervalle werden anhand ihres Risikoprofils festgelegt. Das Ziel der UPT ist die Herstellung eines biologischen Gleichgewichts zwischen dem kontinuierlichen mikrobiologischen "Angriff" der Bakterien und Ihrer Immunabwehr im Zahnhaltapparat. So wird einem weiteren Knochenabbau erfolgreich entgegengewirkt.